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„Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man.“

Das hat auch schon der gute, alte Franz Kafka gewusst. Und das durfte auch ich in letzter Zeit schmerzlich erfahren. Die einzige Frage, die ich mir immer wieder stelle, lautet: „Was zur Hölle ist mit uns passiert?“ Wir kennen uns nun seit ungefähr sechs Jahren und noch bis vor ein paar Wochen gab es nur dich und mich. Und unsere ganzen Träumereien und Hirngespinste. Alles andere war uns vollkommen egal, alle anderen waren uns egal. Solange ich dich hatte, solange du mich hattest, war alles in bester Ordnung. „Du und ich gegen den Rest der Welt“, das waren einst deine Worte.

Oh, you and me,
it would be only you and me,
you and me.


Unser Lied, unsere Devise. Was ist bloß daraus geworden? Wir reden mittlerweile miteinander, als wären wir Fremde, als hätten wir uns nie gekannt. Wenn wir überhaupt miteinander reden. Es sind in letzter Zeit so unglaublich viele Dinge geschehen, von denen du noch nichts weißt und die mir auf der Seele brennen. Die ich dir unbedingt erzählen möchte. Ich weiß auch nicht, was mich davon abhält, aber ich kann es im Moment einfach nicht. Stattdessen unterhalten wir uns über das Wetter, die Umgebung oder Menschen, die an uns vorüberziehen.

Letzten Sommer haben wir auf Wiesen im Gras gelegen, über das Leben philosophiert, gesungen und zusammen gelacht. Wir sind nachts durch die Gegend gezogen, betrunken. Aber glücklich. Wir haben Stunden im Auto verbracht, in denen wir geredet, Eis gegessen und einfach nur zusammengesessen haben, wenn wir weit weg von allem und jedem und ganz für uns sein wollten. Wir sind sinnlos herumgefahren und haben uns unterhalten, weil unsere Autogespräche immer die tiefgründigsten waren. Wir haben uns ausgemalt, wie unser Leben in einigen Jahren aussehen könnte, wo wir dann wohnen würden, was alles passieren könnte, haben Pläne geschmiedet und daran festgehalten. Wir sind zum ersten Mal gemeinsam etwas weiter weggefahren und geblieben, haben Abenteuer in Großstädten erlebt, sind auf Konzerte gegangen. Wir haben uns fast pausenlos gesehen und sind uns doch nie auf die Nerven gegangen und Tage vergingen wie Sekunden und es gab nur dich und mich, uns - weißt du noch?

Heute fühlen sich zwei Stunden an wie die Ewigkeit. Eine Ewigkeit, in der wir uns anschweigen, weil keiner dem anderen mehr etwas zu sagen hat? Dennoch frage ich dich immer wieder, ob wir uns treffen wollen, weil du mir wichtig bist. Ich möchte nicht, dass du das Gefühl hast, ich hätte das Interesse an dir verloren, denn das habe ich ganz gewiss nicht. Und auch wenn es nicht einfach wird, kriegen wir das doch wieder hin, oder? Wir haben bisher alles wieder hingekriegt, egal wie schwer oder was es war. Du und ich, gemeinsam. Weil wir beste Freundinnen sind. Bloß hat es sich seither kein einziges Mal so angefühlt, wie es sich jetzt anfühlt. ..

You don't know, you don't know.
You don't know anything about me anymore.
16.2.14 04:00
 


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