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„Was hast du schon zu verlieren?“

Ist die einzige Frage, die du mir stellst. Ich weiß keine Antwort darauf und auf einmal geht alles ganz schnell. Du bist da, es ist unser erstes Treffen. Die Stimmung ist sichtlich angespannt, das Gespräch wirkt verkrampft. Das ändert sich erst, als wir beschließen, uns schlafen zu legen. Der Fernseher läuft nebenbei, ich schaue auf den Bildschirm. Du drehst dich zu mir, die Augen geschlossen. Langsam öffnest du sie, sie fokussieren mein Gesicht. Ich schaue weiterhin gebannt auf dem Bildschirm, als du mich erschreckst und ich zusammenzucke. Du lachst und ich muss mitlachen. Du ziehst mich zu dir ran, schaust mir tief in die Augen. Deine Augen, sie sind wunderschön. Dunkelbraun, fast schwarz. Deine Pupillen heben sich kaum vom Rest ab, wodurch deine Augen riesig wirken. Ich könnte mich augenblicklich in ihnen verlieren. Du lässt mich keine Sekunde aus den Augen, streifst mit deinen Blicken mein Gesicht, sie bleiben an meinen Lippen hängen. Du kommst näher, dein Blick schwankt zwischen meinen Augen und meinen Lippen. Und wir wissen beide, was nun passieren wird, der Augenblick davor kommt mir wie eine Ewigkeit vor. Unsere Augen sind längst geschlossen. Unsere Lippen berühren sich. Erst sanft, zögernd. Dann immer fordernder. Leidenschaftlicher. Dein Atem wird schneller, dein Herzschlag tut es ihm gleich. Deine Pupillen weiten sich, die Erregung, die sich mittlerweile in deinen Augen spiegelt, ist kaum noch zu verbergen. Deine Hände gleiten über meinen Körper. Erst über die Arme, den Bauch, die Beine, bis schließlich hin zu intimeren Regionen. Ich ziehe die Luft scharf ein, halte deine Hand fest, bevor sie meine intimste Stelle berührt. Ich drücke dich mit der verbleibenden Hand etwas von mir, um etwas Distanz zwischen uns zu schaffen. Unsere Lippen lösen sich voneinander, deine Augen öffnen sich. Du schaust mich mit deinen großen, wundervollen Augen fragend an, doch ich bringe kein einziges Wort hervor. Mein Blick ist auf dich gerichtet, jede noch so kleine Bewegung nehme ich wahr. Du hälst meinem Blick stand und ich weiß nicht, wie lange wir uns so in die Augen sehen, bis du mich zögerlich anlächelst und ich zurücklächle. Nur einen Augenaufschlag später sind unsere Lippen wieder vereint, deine Hand wieder auf meinen Hüften, das Spiel geht weiter. Herzlichen Glückwunsch, du hast es geschafft. Mein Widerstand ist gebrochen, ich gebe mich dir wortlos hin. Und ich weiß jetzt schon, dass ich es morgen früh bereuen werde, weil es für dich einfach nur eine einmalige Angelegenheit ist. Aber dafür weiß ich nun immerhin die Antwort auf die Frage, was ich schon zu verlieren hätte - nämlich meine Selbstachtung.
1.2.14 13:43


Gedankenfetzen und Wortkotze.

Dieser Blog kotzt mich an. Genau wie meine derzeitige Unfähigkeit, meine Gedanken zu sortieren und meine Gefühle in Worte zu fassen. Deshalb nur nichtssagende Phrasen, die nicht einmal ansatzweise das wiedergeben, was ich sagen wollen würde, wenn ich nur wüsste, wie.

Chancen gehen nie verloren.
Die, die man selbst versäumt, nutzen andere.
8.12.12 00:17


The heart is the only broken instrument that works.

Ein Blick auf den Kalender verrät mir, dass mittlerweile fast vier Wochen vergangen sind, seit wir, das heißt sie und ich, das letzte Mal miteinander gesprochen haben. Ein ganzer Monat. Vier Wochen. Es kommt mir so vor, als sei die Zeit seitdem stehengeblieben. Nicht für sie, nicht für dich, auch nicht für all die anderen Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung. Nein, nur für mich ganz allein. Alles geschieht wie in Zeitlupe. Augenblicke vergehen wie Minuten, Minuten vergehen wie Stunden und Stunden vergehen wie Tage. Mein Leben kommt mir vergleichsweise eintönig und trist vor.

Alles zieht sich endlos hin und ich bin froh, wenn ein weiterer Tag sich dem Ende neigt, denn wenn ich schlafe, kann ich zur Ruhe kommen. Und während die Tage nur so dahinkriechen, fühlt es sich so an, als hätte man mir bei lebendigem Leib und vollem Bewusstsein, vollkommen ohne Betäubung, mein Herz aus der Brust gerissen. Es schmerzt unerträglich und zurück bleibt nur eine riesige, klaffende Fleischwunde, die unaufhörlich blutet und mich daran erinnert, dass an dieser Stelle mein Herz war.

Das hohe Maß an Freizeit, das mir momentan zur Verfügung steht, vereinfacht das Ganze auch nicht gerade. Ich reihe eine sinnlose Aktivität an die nächste, nur um bloß keinen Gedanken an sie zu verschwenden. Beschäftigungstherapie. Das hat bisher auch ganz gut funktioniert. Die Tage vergingen, ohne dass ich auch nur einen einzigen Gedanken an sie verschwendet habe. Und wenn mich jemand auf sie ansprach, habe ich einfach so getan, als wäre mir das alles vollkommen egal. Irgendwann wird es mir doch dann auch tatsächlich egal sein. Oder? Jedenfalls rede ich mir das fleißig ein und die schützende Fassade aus Ignoranz und Stolz, aber auch Wut und Enttäuschung, die ich derweil um mich errichte, wächst immer weiter in die Höhe.

Und dann kommst du. Und mit nur einem einzigen, unüberlegten Satz schaffst du es, die Mauern der schützenden Fassade, die ich in den vergangenen Wochen mühevoll um mich herum aufgebaut habe, zum Einsturz zu bringen. Der Satz prallt mit der Wucht einer Abrissbirne gegen die schützenden Mauern meiner Fassade. Das Gerüst beginnt zu wackeln und schließlich beginnt es, Stück für Stück einzubrechen. Mit dem Gerüst fällt die komplette Fassade in sich zusammen und mit einem lauten Aufschlag, auf den harten Boden der Tatsachen, zerbricht sie schließlich in all ihre Einzelteile.

Dem Druck des Einsturzes der einstigen Schutzfassade kann ich nicht Stand halten. Zu groß sind die Last, die Enttäuschung und die Trauer, die auf mich niederhageln. ..
18.11.12 18:44


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