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Gefühlsabfall.

Wow, es ist so viel passiert in der vergangenen Zeit.

Der Kontakt zur ihr (siehe hier und hier) ist inzwischen komplett abgebrochen. Es sind in unserer letzten, gemeinsamen Zeit zu viele Dinge vorgefallen und wir haben uns mit der Zeit einfach in unterschiedliche Richtungen entwickelt, was ständig für unnötige Diskussionen und Streitigkeiten wegen der selben Dinge gesorgt hat. Ich habe mich irgendwann in ihrer Nähe einfach nicht mehr wohl gefühlt, konnte nicht mehr ich selbst ein, musste mich verbiegen und beeindrucken, um zu gefallen. Wohingegen ihre Interessen und Bedürfnisse klar übergeordnet und in den Vordergrund gestellt wurden. Und das war der Punkt, an dem ich mir dachte: Nein, danke. Ich bin wirklich jemand, der zu sämtlichen Kompromissen bereit ist, aber davon keine Spur. Der Kontaktabbruch hat mir nicht wirklich zugesetzt, wenn ich ehrlich bin. Ich hatte mich zuvor schon darauf eingestellt, dass es so kommen würde. Und so kam es auch. Dadurch konnte ich mit einer einst gemeinsamen Freundin, die schon zuvor den Kontakt zu ihr abgebrochen hatte, ein deutlich besseres Verhältnis aufbauen, was zuvor immer durch ihre Eifersucht und Sticheleien verhindert wurde. Ich hätte ja eine andere, bessere Hälfte finden können, als sie es für mich war. Und in der Tat, das habe ich. Ich bin froh, dass ich diesen Schritt gegangen bin und habe es keine Sekunde bereut. Ich kann für meinen Teil sagen, dass ich das Kapitel abgehakt und mit ihr abgeschlossen habe. Unsere gemeinsamen Fotos sehe ich mir manchmal trotzdem noch an und das auch gerne, denn es gab auch schöne Momente, es war ja nicht alles schlecht. Dennoch glaube ich, dass es sein musste und ich daran ein ganzes Stück gewachsen bin und gelernt habe, zu sagen, was ich will und was nicht, meine Bedürfnisse wahrzunehmen und auszudrücken.

Mit dem besagten Menschen aus zwei meiner Einträge (siehe hier und hier) habe ich noch ein einziges mal geschrieben, als wir uns zufällig auf einem Onlineportal über den Weg gelaufen sind. Zu dem Zeitpunkt war er bereits ein Jahr glücklich vergeben. Und ich gönne ihm das von Herzen. Danach habe ich lange, lange Zeit gebraucht, um mich wieder aus meinem Schneckenhaus zu trauen. Anfang diesen Jahres lernte ich einen jungen Mann kennen. Wir verstanden uns auf Anhieb ganz toll, verbrachten viel Zeit miteinander, wurden ein Paar. Es schien alles ganz toll, er stellte mich seinen Eltern vor (die mich übrigens nicht mochten und mich das spüren ließen) und seinen Freunden und umgekehrt und wir verstanden uns alle gut. Bis wir eines Tages einen großen Streit hatten. Das Thema war das selbe wie jedes Mal: seine Eltern. Nie habe ich jemanden so unselbstständiges getroffen, der so auf Mutti und Vati fixiert war. Ein gutes Verhältnis zu den Eltern ist die eine Sache, aber das übertraf echt alles. Nach dem Streit setzte er mich vor die Tür. War ja klar, Muttersöhnchen. Dennoch war ich sehr geknickt, das schlug allerdings schnell in Wut um. Es folgte wochenlang nichts. Ich lernte jemand neues kennen. Gar nicht mein Typ, blond, blaue Augen. Sehr groß und doppelt so schlank. Toller Charakter und Sinn für Humor überzeugten aber total. Wir verstanden uns gut, auch wenn ich mich anfangs sehr zurückhaltend gab. Wir trafen uns einige male. Bis er sich irgendwann wieder meldete. Er wollte gerne eine Freundschaft. Mit Extras. Ich verneinte, ließ mich aber zu einem gemeinsamen Frühstück breitschlagen. Und es kam, wie es kommen musste. Ich habe meine neue Bekanntschaft abgesägt, weil immer noch Gefühle im Spiel waren und er hatte irgendwann, was er wollte. Und ich dachte, alles wäre cool und ich käme damit klar. Bis ich eines abends einfach nur angefangen hab zu flennen, weil doch nicht alles so cool war, wie ich dachte, dass es das wäre. Wir führten ein Gespräch und er schlug vor, dass wir es nocheinmal versuchen. Wir stritten nicht mehr, dafür war alles andere auch sehr distanziert und kühl. Es war nicht mehr so, wie es am Anfang war. Er wunderte sich, dass ich mich gar nicht mehr aufregte und ich wunderte mich, dass wir plötzlich viel mehr unternahmen als vorher und die Innitiative oft von ihm kam. Eines Tages verabschiedeten wir uns morgens und wollten uns abends wieder treffen und gemeinsam kochen und Serien schauen. Kurz vorher bekam ich eine Nachricht. Er wäre lieber alleine und müsste nachdenken, seine Gefühle wären nicht mehr ausreichend. Bla, bla. Was man so schreibt, wenn man dem anderen nicht sagen möchte, was wirklich los ist, die Beziehung aber irgendwie beenden muss. Kurze Zeit später lud mich die Frau seines besten Freundes ein zum Grillen und erzählte, dass er das gleiche Hin und Her Spielchen mit einer ihrer Freundinnen abgezogen hätte. Die Begründung dafür, dass er keine Beziehung wollte, war: sie wäre ihm zu dick gewesen. Und nun war ja naheliegend, was der Grund für seinen plötzlichen "Gefühlsverlust" war. Kurze Zeit später schrieb er mich an und bettelte um eine Freundschaft. Ohne Extras. Einfach zur befreundet sein. Wir haben uns getroffen und ich habe ihn mit der Aussage der Frau konfrontiert. Er konnte mich dabei nicht einmal ansehen. Ja, er stünde nunmal auf schlanke Frauen – ist aber selbst auch kein Brad Pitt, was für mich aber nie eine Rolle gespielt hat. Wie auch immer, jedem das seine. Ich war allerdings nicht anders oder dünner, als wir uns kennengelernt haben. Da frage ich mich, war er während unserer ersten Verabredung betrunken oder hatte irgendeinen Aussetzer? Tomaten auf den Augen? Wie auch immer, lange Geschichte, kurzer Sinn. Wieder ein Schlag ins Gesicht und Rückzug meinerseits, noch mehr Selbstzweifel als zuvor schon und ein bitterer Nachgeschmack sind alles, was geblieben ist. Ich hab mit ihm nichts mehr zu tun. Gott sei Dank, ich bin selten so einem ekelhaften Menschen über den Weg gelaufen. Ich wünsche ihm nichts schlechtes, bloß dass er mal einem Menschen wie sich selbst begegnet.

Kurz vor der Abschlussprüfung meines Anerkennungsjahres zur Erzieherin hat mich meine Kita hängen lassen, obwohl die wussten, dass das der zweite und letzte Versuch war, bevor die Zeit um war. Das hat mir den Boden unter den Füßen komplett weggezogen und ich bin seitdem nicht mehr dort gewesen bis Ende Juli der Vertrag auslief. Ich kam aus dem Loch ohne Hilfe nicht mehr raus und habe nach einiger Wartezeit eine Therapie angefangen. Es hatten sich einige Dinge gesammelt, nicht nur das mit der Arbeit. Näher möchte ich hierauf nicht eingehen, die Therapie ist vorbei und gerade, als ich auf dem aufsteigenden Ast war und geschafft hatte, mich aufzuraffen, verstarb meine Mama plötzlich und unerwartet. Bam. Und wieder ein Schlag mitten ins Gesicht. Seitdem funktioniere ich nur noch, mehr oder weniger jedenfalls. Gefühlsmäßig geht alles an mir vorbei, ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt von Herzen gelacht habe. Oder es so gemeint habe, wenn ich es getan habe. Ich weiß schon lange nicht mehr, wie es ist, sich ins Bett zu legen und nicht erst im Morgengrauen einschlafen zu können, weil die Gedanken einfach nicht die Klappe halten. Durchschlafen, was ist das? Seitdem das mit Mama passiert ist, habe ich eine Mitbewohnerin. Wir kennen uns schon ewig lang, eigentlich schon immer. Anfangs war sie oft zuhause und wir haben viel gemeinsam unternommen, es fiel mir leicht, alles andere hinter mir zu lassen und weiterzumachen. Mittlerweile hat sie eine neue Beziehung und ist nicht mehr da. Vielleicht einmal die Woche. Für 1-2 Stunden. Seitdem fühle ich mich wieder schlechter. Ich bin gerne mal allein, aber ich hasse es, einsam zu sein. Und ja, ich bin einsam. Und auch, wenn das paradox klingt, je einsamer ich mich fühle, desto mehr kapsel ich mich von allen ab, rede kaum mit irgendwem. Beantworte Nachrichten nur sporadisch, wenn überhaupt. Manchmal auch erst Tage später.

Wohin soll man gehen,
wenn man sich selbst nicht mehr erträgt?

Gestern war mein Geburtstag und obwohl ich vorhatte, nichts zu machen und alleine sein wollte, was ich auch allen so gesagt habe, haben mich einige ganz liebe Menschen nicht alleine gelassen und sind trotzdem gekommen. Sie haben einen ganz toll verzierten Kuchen gebacken und sind einfach vorbeigekommen. Und im Nachhinein bin ich darüber wirklich, wirklich froh. Schön, zu wissen, dass es noch Menschen gibt, denen man vielleicht doch wichtig ist, nach den ganzen Enttäuschungen in der letzten Zeit.
3.11.15 04:59


„Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man.“

Das hat auch schon der gute, alte Franz Kafka gewusst. Und das durfte auch ich in letzter Zeit schmerzlich erfahren. Die einzige Frage, die ich mir immer wieder stelle, lautet: „Was zur Hölle ist mit uns passiert?“ Wir kennen uns nun seit ungefähr sechs Jahren und noch bis vor ein paar Wochen gab es nur dich und mich. Und unsere ganzen Träumereien und Hirngespinste. Alles andere war uns vollkommen egal, alle anderen waren uns egal. Solange ich dich hatte, solange du mich hattest, war alles in bester Ordnung. „Du und ich gegen den Rest der Welt“, das waren einst deine Worte.

Oh, you and me,
it would be only you and me,
you and me.


Unser Lied, unsere Devise. Was ist bloß daraus geworden? Wir reden mittlerweile miteinander, als wären wir Fremde, als hätten wir uns nie gekannt. Wenn wir überhaupt miteinander reden. Es sind in letzter Zeit so unglaublich viele Dinge geschehen, von denen du noch nichts weißt und die mir auf der Seele brennen. Die ich dir unbedingt erzählen möchte. Ich weiß auch nicht, was mich davon abhält, aber ich kann es im Moment einfach nicht. Stattdessen unterhalten wir uns über das Wetter, die Umgebung oder Menschen, die an uns vorüberziehen.

Letzten Sommer haben wir auf Wiesen im Gras gelegen, über das Leben philosophiert, gesungen und zusammen gelacht. Wir sind nachts durch die Gegend gezogen, betrunken. Aber glücklich. Wir haben Stunden im Auto verbracht, in denen wir geredet, Eis gegessen und einfach nur zusammengesessen haben, wenn wir weit weg von allem und jedem und ganz für uns sein wollten. Wir sind sinnlos herumgefahren und haben uns unterhalten, weil unsere Autogespräche immer die tiefgründigsten waren. Wir haben uns ausgemalt, wie unser Leben in einigen Jahren aussehen könnte, wo wir dann wohnen würden, was alles passieren könnte, haben Pläne geschmiedet und daran festgehalten. Wir sind zum ersten Mal gemeinsam etwas weiter weggefahren und geblieben, haben Abenteuer in Großstädten erlebt, sind auf Konzerte gegangen. Wir haben uns fast pausenlos gesehen und sind uns doch nie auf die Nerven gegangen und Tage vergingen wie Sekunden und es gab nur dich und mich, uns - weißt du noch?

Heute fühlen sich zwei Stunden an wie die Ewigkeit. Eine Ewigkeit, in der wir uns anschweigen, weil keiner dem anderen mehr etwas zu sagen hat? Dennoch frage ich dich immer wieder, ob wir uns treffen wollen, weil du mir wichtig bist. Ich möchte nicht, dass du das Gefühl hast, ich hätte das Interesse an dir verloren, denn das habe ich ganz gewiss nicht. Und auch wenn es nicht einfach wird, kriegen wir das doch wieder hin, oder? Wir haben bisher alles wieder hingekriegt, egal wie schwer oder was es war. Du und ich, gemeinsam. Weil wir beste Freundinnen sind. Bloß hat es sich seither kein einziges Mal so angefühlt, wie es sich jetzt anfühlt. ..

You don't know, you don't know.
You don't know anything about me anymore.
16.2.14 04:00


Alle einsteigen, die Fahrt beginnt!

Ich habe nicht eine einzige Sekunde darüber nachgedacht, dass mich die gestrige Nacht hätte so dermaßen aus der Bahn werfen können. Aber das hat sie. Ganz gewaltig. Meine Gedanken fahren schon seit Stunden Karussell und denken auch nicht im Entferntesten daran, so langsam mal auszusteigen. Runde um Runde verschwimmt die Umgebung vor meinen Augen noch mehr, kann kaum noch etwas erkennen. Das Gedankenkarussell dreht sich immer schneller. Und ich bin mittendrin. Kann keinen klaren Gedanken fassen, obwohl ich gerade so viele davon im Kopf habe. Auf der einen Seite war es wundervoll. Das war es wirklich! Deine Art, dein warmer Blick, deine Berührungen - die Nähe. Auf der anderen Seite zerreißt mich der Gedanke daran, dass ich für dich nur eine von vielen, ein Mädchen für eine Nacht, war. Ich mein, ich bin nun wirklich kein kleines Kind mehr. Ich wusste von vorne rein, worauf es hinauslaufen würde und dass es dabei bleiben würde. Aber ich komm damit einfach nicht zurecht. Ich war noch nie jemand, der auf solche Abenteuergeschichten stand. Dazu bin ich ganz einfach nicht der Typ. Aber ich hätte mir im Traum nicht ausgemalt, dass mich das ganze dermaßen belasten würde. Es war schön, gar keine Frage. Das Problem liegt bei mir. Vielleicht sind meine Ansichten, was einige Dinge angeht, sowas von altmodisch, aber mich so einfach hergegeben zu haben, das kenne ich nicht von mir und das wollte ich auch ehrlich gesagt nie. Ich will ganz einfach mehr. Mehr als nur irgendwelche Bettgeschichten. Und solange da nichts in Aussicht ist, ziehe ich mich wieder zurück in mein Schneckenhaus. Für eine unbestimmte Zeit.
1.2.14 16:31


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